ASC St. Pankraz Raiffeisen
Mit Niederlage in die Winterpause PDF Drucken
Geschrieben von Patrick Egger   
Dienstag, 15. November 2011
Sample ImageDie Unkonstanz bleibt ein ständiger Begleiter des SCP. Zum wiederholten Male schlug sich die Mannschaft selbst, denn der Gegner aus Marling fiel nur durch rohes Spiel und provozierendes Verhalten auf. Doch nun alles der Reihe nach: Nach dem glanzvollen 5:0-Sieg in der Vorwoche gegen Goldrain rechnete man sich im Lager des SCP gute Chancen aus, auch das letzte Spiel der Hinrunde gegen Marling für sich entscheiden zu können.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen, vielleicht mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Chancen waren in der Anfangsviertelstunde Mangelware. Die Ausnahme bildete ein Schuss der Marlinger, den Much jedoch mühelos abwehren konnte. Nach einer Viertelstunde nahm der SCP das Zepter klar in die Hand. Nach einem tollen Lochpass von Tobi war Dschibuti auf und davon, doch der Torhüter kam um Zentimeter vor ihm an den Ball. Durch die schnellen Kombinationen, die die Mannschaft trotz der schlechten Platzverhältnisse in der Folgezeit kreierte, waren einige Spieler des SCP nicht zu halten. Die Folge waren zahlreiche Fouls der Marlinger und nach nicht einmal einer halben Stunde flog ein Abwehrspieler mit Gelb-Rot vom Platz. Die Gastgeber konnten froh sein, dass es nur bei diesem einen Platzverweis blieb, denn einige Fouls, unter anderem an Luki und Tobi, waren durchaus rotwürdig. Doch der SCP hatte die richtige Antwort parat: In der 35. Minute ging die Mannschaft nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen durch Benni, der sich geschickt um zwei Gegenspieler drehte und gekonnt abschloss, in Führung. Für Benni war es das vierte Saisontor in seinem erst siebten Spiel. Eine durchaus sehenswerte Quote. Kurz vor der Halbzeitpause hatte der SCP Glück, als ein Marlinger Stürmer völlig frei zum Schuss kam. Doch Much hielt mit einer Glanzparade die knappe Führung fest. So ging es mit einem verdienten 1:0 in die Kabinen. Die Ausgangsposition für die zweite Hälfte konnte nicht besser sein: man hatte einen Mann mehr auf dem Platz und lag auch noch mit 1:0 in Führung. Niemand hätte an dieser Stelle wohl gedacht, dass dieses Spiel noch einmal kippen sollte.
Der Beginn der zweiten Hälfte ließ jedoch nichts Gutes erahnen. Ohne Biss kam man aus der Kabine und überließ den dezimierten Gastgebern das Spiel. Die Zuordnung funktionierte überhaupt nicht mehr und es wurden kaum noch Bälle in den eigenen Reihen gehalten. Dadurch geriet die Abwehr des SCP zunehmend unter Druck und man konnte sich nicht mehr richtig befreien. Dass es beim 1:0 blieb, war einzig und allein dem Unvermögen der Marlinger zu verdanken, die gleich zweimal nicht im Stande waren, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Der SCP war zu keiner Reaktion fähig, die einzige Chance hatte nach einer knappen Stunde Werner, der es mit einem gefühlvollen Heber versuchte, der jedoch, auch aufgrund der Platzverhältnisse, misslang und schließlich neben das Tor ging. Als sich der SCP durch eine Gelb-Rote Karte von Tom selbst schwächte, kamen die Marlinger nun noch gefährlicher vor das Tor, doch entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder am überragenden Much im Tor. Doch in der 70. Minute war selbst er machtlos: Nach einem Freistoß kam es im Strafraum zu einem Getümmel. Als der Ball schon geklärt schien, kam er irgendwie doch noch einmal vor das Tor, wo ein Marlinger Spieler goldrichtig stand und diesmal Much keine Abwehrmöglichkeit ließ. Beide Mannschaften versuchten nun, das Spiel für sich zu entscheiden. Der SCP hatte durch einen von Johannes ausgeführten Freistoß, der genau auf die Querlatte tropfte, die beste Chance. Als alle schon mit einem Unentschieden rechneten, kam es, wie es kommen musste. Nach einem Konter war ein Spieler der Marlinger auf und davon und zog von links in den Strafraum. Dort gab es dann einen Kontakt und der Spieler ging zu Boden. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Eine vertretbare Entscheidung. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte. Das war die Entscheidung, denn der SCP war zu keiner Reaktion mehr fähig. So blieb es bei einer zwar unglücklichen, aber aufgrund der katastrophalen zweiten Halbzeit verdienten Niederlage.

Aufstellung:
Tor: Michael Lanthaler
Abwehr: Arnold Holzner, Stefan Paris, Tom Zöschg, Mark Kuppelwieser
Mittelfeld: Werner Matzoll (ab 61. Manuel Egger), Tobi Zöschg, Luki Zöschg (ab 52. Johannes Schwellensattl), Patrick Egger, Werner Gruber
Sturm: Benni Thaler (ab. 46. Lukas Berger) 

 
weiter >